Montag, 5. April 2010

1. Kommt es anders, 2.als man denkt… (oder Wochenendaktivitäten, die 2.)

Einen wunderschönen guten Abend die Herrschaften, die Damen und Madame Freddy.
Im letzten Eintrag erwähnte ich ja, dass ich dieses Wochenende nach Hamburg fahren wollte, um meine beste Freundin zu besuchen und zu trösten, nachdem diese vor kurzen nach mehrjähriger Beziehung die Entscheidung gefasst hat, diese zu beenden.

Nun, meine beste Freundin war entgegen meinen Erwartungen gut gelaunt, fast schon eine Frohnatur. Damit habe ich ja per se kein Problem, ganz im Gegenteil…ich bin mittlerweile gern unter Leuten, auch und erst recht, wenn diese gut drauf sind. Das ganze hebt meine Laune und ich hab mal ein bisschen Spaß. Dieser Spaß belief sich in ihrer Heimatstadt (nähe Hamburg, daher wird eher letztes genannt…) auf einen Besuch in der Cocktailbar, bei dem ich jemanden kennen lernen sollte. Dieser jemand gefiel mir auf Anhieb eigentlich ganz gut, was gerade angesichts des Typs (Sunnyboy durch und durch – wie ich so was verabscheue.) als sehr positiv zu werten war. Was dann weniger positiv war, war, dass es dann bei fortgeschrittener Stunde auf einmal hieß, dass er nicht, wie ursprünglich vorgesehen, die Bahn nehmen sollte, sondern nun bei meine beste Freundin schlafen sollte. Da sich zwischen den beiden allerdings etwas anbahnt, bzw. nach meinem Empfinden des Abends schon lange angebahnt hat, hielt ich das ganze für ‚etwas’ unschön und telefonierte später am Abend (gegen 0 Uhr, um genau zu sein) noch mit Freddy. Im Zuge dieses Gespräches kristallisierte sich dann heraus, dass die Idee, das Wochenende mit Freddy in Dresden zu verbringen, gar nicht mal soooo übel war. Nachdem meine beste Freundin und ihr Sunnyboy dann die Wartezeit während der Alkoholbeschaffung und meines Telefonates mit dem Austausch von Zärtlichkeiten überbrückt haben, war mir nun also klar, dass ich am nächsten Morgen nach Dresden fahren würde. Nachdem die Party bei meiner besten Freundin dann also um 2 Uhr (bemerke: der Ursprüngliche Plan für den Samstag sah vor, dass wir gegen 7:30 aufstehen und um 8:43 Uhr die Bahn nach Hamburg für eine Fototour besteigen sollten…) beendet war, wurde ich von meiner besten Freundin um eine Entscheidung gebeten. Diese fiel zugunsten Freddys aus, sodass ich mir den Wecker auf 6:15 gestellt habe und um 7:03 die Bahn nach Hamburg genommen habe, um von dort aus nach Dresden zu fahren. Die Zugfahrt verlief entspannt-verschlafen und um 12:52 stieg ich in Dresden aus, um Freddy, welche ein wenig betriebsblind zu sein schien (ich stand 3m vor ihr, bin kaum zu übersehen…aber sie hat es geschafft ;)), in meine Arme zu schließen, zu umarmen und zu küssen. Wir haben Celli (eine Freundin von Freddy) meinen Koffer in die Hand gedrückt und sind dann ein wenig durch die Stadt geschlendert.

-vorspulmodus ein-
Bzzzt-biiiep-bzzzt-bopbopbopbiiiiieeeepbzzzt
-vorspulmodus aus-

Nun, gegen Abend kam es dann dazu, dass ich ihr sagte, dass ich eine Beziehung mit ihr wünsche (was ohnehin schon klar war, um’s mal so zu sagen…;)) und
wir zusammen gekommen sind und nun auch offiziell ein Paar sind. Dies war beim letzten Besuch schon abzusehen, aber da mussten noch einige Fragen meinerseits aus dem Weg geräumt werden, um mir wirklich klar zu sein. Gegen Abend sind wir dann noch mit Celli und Tommy Abendessen gefahren und sind dann ins Wohnzimmer, um zu ‚Schlafen’. Aus schlafen wurde dann doch mehr, wir sind auch ein wenig wilder und lauter geworden, was aber nun nichts weiter zur Sache tut. ;)

Nächster Tag, neues Glück… 
Nun war also Sonntag morgen, wir sind früh aufgestanden, um Freddys Großeltern zu besuchen. Der Besuch dort war wider erwarten sehr entspannt, diese älteren Herrschaften waren genau so, wie man sich Oma und Opa vorstellt. Fürsorglich, liebreizend und fast schon süß – gerade, wenn beide auf mich einreden, mich fragen und Freddy dann darauf hinweisen muss, dass nur einer reden sollte, damit ich auch alles mitbekomme und entsprechend antworten kann. In diesem Gespräch kam auch das Angebot, dass wir ja auch das Gästezimmer nutzen könnten, sollten wir mal wieder zu Besuch kommen wollen. ..ein Angebot, welches wir viel früher in Anspruch nehmen mussten, als wir dachten…

Nach dem Besuch sind wir auf den Friedhof auf Verwandtenbesuch gewesen, wo wir beiden unsere Tränen vergossen haben und uns gegenseitig Trost gespendet haben. Nach dem Friedhofbesuch waren wir in der Altstadt, die Frauenkirche und die diversen anderen Sehenswürdigkeiten besichtigen, allerdings ohne Kamera, nachdem ich meine große Tasche nicht mitnehmen wollte und Freddys Kameratasche in Cellis Schlafzimmer lag – welches verschlossen und belegt war. Macht aber nichts, wir werden ohnehin noch mal in Dresden sein, um dann mit Kamera durch die Stadt zu ziehen. Nachdem der zwischenzeitlich einsetzende Regen sich verzogen hat, sind wir auf den Rummel gegangen, welcher zu der Zeit war. Dort war es, vermutlich wegen des ungünstigen Wetters, verhältnismäßig (für Dortmunder Verhältnisse) leer, sodass wir in aller Ruhe über den Rummel schlendern könnten. Nach dem Rummel entschieden wir uns dafür, dem Dresdner Flughafen einen Besuch abzustatten, wofür ich Freddy besonders Dankbar bin – gibt es doch Exfreundinnen, welche sich vehement geweigert hatten, mich mal bei einem Flughafenbesuch zu begleiten. Nachdem wir ein paar Flieger gesehen haben, entschieden wir uns dazu, uns auf den Heimweg zu machen – besser gesagt war der Plan bis dato, dass wir Chinesisch essen gehen wollten (endlich mal wieder Buffet, das letzte mal ist schon Jahre her ._.) und uns danach langsam auf den Heimweg machen wollten. Dann bekam ich allerdings eine SMS von Celli, in der Freddy drum gebeten wurde, sich doch mal dringend bei ihr zu melden. Ende vom Lied war, dass Cellis Eltern nicht die Verantwortung übernehmen wollten, da Freddys Eltern laut letzter Info an Celli nichts davon wussten, dass ich nun in Dresden bin. Wir wurden dann rausgeschmissen (und das nicht mal, wie ich vermutet hatte, weil jemand uns gehört hat! ;)) und sollten uns um 8 Uhr Abends dann einen neuen Schlafplatz für die Nacht organisieren. An dem Punkt kamen dann Freddys Großeltern ins Spiel, welche uns das Gästezimmer dann hergerichtet haben, sodass wir einen Schlafplatz hatten – wenngleich auch auf einer Luftmatratze (welche bequemer und Größer war, als die Matratze bei Cellis Eltern im Wohnzimmer… ;)). Wir sind dann Abends also etwas Essbares suchen gegangen und hatten dann erneut unseren Spaß ;)

Das war also der Sonntag, nun kommt noch der Montag, der Tag meiner Abreise. Wir sind morgens um 9 Uhr in etwa wach geworden, haben dann noch ein wenig gekuschelt – und wurden dann durch lautes Klopfen wach gemacht. Nach dem Anziehen in der Rekordzeit (okay, mit weglassen von BH bei ihr und Shorts bei mir ;)) von ca. 20 Sekunden und öffnen der Türe war uns dann klar, dass sich ihre Großeltern nur verabschieden wollten, da diese den Tag in der sächsischen Schweiz verbringen wollten – das ganze war um 9:40 Uhr morgens! Nachdem Freddy und ich dann noch ein wenig „gespielt“ haben, ist uns dann aufgefallen, dass wir langsam, aber sicher los sollten. Nach einem (ungeplanten) Zwischenstop bei Mecces in einem Einkaufscenter (wir haben bemerkt, dass der Fahrkartenautomat in der Bahn keine Scheine nimmt und sind dann an der Haltestelle des Centers ausgestiegen, um dort am Automaten ein Ticket zu kaufen. Dies Geschah auch, doch statt in die nächste Bahn zu steigen, haben wir das goldene M gesehen und spontan Hunger bekommen. Dies war, nachdem wir auf die Uhr gesehen haben, ein fataler Fehler – war doch mein ursprünglicher Plan, den Zug um 14:54 zu nehmen, um 21:15 in Do anzukommen, aufgrund der Ankunftszeit der Straßenbahn nicht mehr einzuhalten. Wir entschieden uns also dazu, gar nicht erst zu versuchen, den Zug um 14:54 zu bekommen, sondern direkt an einen Automaten zu gehen, um die nächste Verbindung zu suchen, welche mit meinem Ticket zu benutzen ist. (Danke an die DB, welche die Zwischenhalte mit drauf druckt .__.) Nachdem dann klar war, dass die Verbindung genau 2 Stunden Später zu benutzen ist, ging es erneut zum Mäcces, um diesmal bei einem Milchshake das ganze Wochenende Revue passieren zu lassen…
Dazu fiel uns beiden nur eine passende Beschreibung ein:
1. kommt es anders, 2. als man denkt!

Nun bin ich fertig mit schreiben, habe von Dresden bis Leipzig Flughafen gebraucht, um diesen Text zu schreiben (Danke an den Erfinder von Laptops!) und schaue nun mal, was ich bis Kassel so mache… in jedem Fall aber an meine Freddy denken!

Wünsche euch, meinen Lesern, also nun einen schönen Abend und viel Spaß beim herziehen über mein „etwas anderes“ Wochenende!

Grüße, ein sichtlich geschafftes , aber zufriedenes Industriewesen!